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YouTube lädt nicht oder langsam? Tipps für schnellere Ladezeiten

Jeder von uns hat es wohl schon erlebt: Man möchte sich gemütlich ein YouTube-Video anschauen, doch der Stream will einfach nicht vernünftig laden. Nicht immer ist hierbei die Schuld bei den Servern des Videoportals zu suchen – im Gegenteil, denn diese verarbeiten die unzähligen Abfragen in der Regel recht zügig. Was ihr bei langen Ladezeiten tun könnt, verraten wir euch unterhalb dieser Zeilen.

Was 2005 noch als kleines überschaubares Videoportal startete, erlebte bereits nach kurzer Zeit einen enormen Boom. Die Rede ist von YouTube. Egal ob man handwerkliches Anschauungsmaterial sucht, weil man Probleme mit dem Zusammenschrauben des neuen IKEA-Schranks hat, auf der Suche nach unterhaltsamen Videoclips ist, sich die neuesten Musikvideos reinziehen möchte oder aber dank zahlreicher Let’s Plays einen Blick in die neuesten Games werfen möchte – der Vielfalt auf YouTube sind fast keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile ist die US-amerikanische Videoplattform aus unserem Leben und den grenzenlosen Weiten des Internets nicht mehr wegzudenken. Umso ärgerlicher ist es daher, wenn das gewünschte Video mal wieder im Schneckentempo lädt. Wir wollen euch heute mögliche Ursachen nennen und – viel wichtiger natürlich – Tipps verraten, mit denen ihr die YouTube-Videos beschleunigen könnt.

Warum Videos auf Youtube langsam laden

Bevor man die Schuld auf die Server der Google-Tochter schiebt, sollte man lieber erst einmal vor der eigenen Tür kehren und die Ursache beim ISP (Internet Service Provider) suchen. Was der eigene Internetdienstanbieter mit dem Problem zu tun hat? Ganz einfach – oft werden die Datenströme der Videoplattform gedrosselt, sodass das gewünschte Videomaterial quasi in Modemgeschwindigkeit lädt und daher alle paar Sekunden stockt. Um die Drosselung zu umgehen, kann man jedoch glücklicherweise etwas nachhelfen. Da die Videos von sogenannten CDN-Servern (Content Distribution Network) gestreamt werden, setzen Internetanbieter genau diese IPs auf Filterlisten und können so die Geschwindigkeit drosseln. Damit die YouTube-Videos flüssig laden ist es also erforderlich, dieses Filtern zu unterbinden. Um das zu erreichen muss man lediglich die IP-Adressen der CDN-Server sperren, dadurch sollte YouTube das Video nun im besten Fall direkt ausgeben, da diese Server oft nicht in der Filterfunktion der ISP gelistet sind.

Wie kann man die Drosselung umgehen?

Möchte man der Drosselung wieder Herr werden und die Vorzüge einer schnellen Internetleitung voll auskosten, gibt es zwei Möglichkeiten, um die IP-Adressen 173.194.55.0/24 und 206.111.0.0/16 zu blockieren:

  • Für die erste Möglichkeit muss man ein wenig mit der Konfiguration des Routers vertraut sein. Eine allgemeine Anleitung gibt es hier leider nicht, da die Lösung geräteabhängig ist. Ihr müsst die beiden IP-Adressbereiche 173.194.55.0/24 und 206.111.0.0/16 direkt in den Einstellungen des Routers blockieren (sofern dieser die Firewall-Funktion unterstützt). Das hat den Vorteil, dass die Aktion für alle Rechner in eurem Netzwerk greift. Alternativ funktioniert das Ganze auch über die Windows-Firewall bzw. einer Drittsoftware.
  • Anleitung für Windows:

  • Öffnet die Eingbeaufforderung (cmd.exe) im Administratorenmodus und gebt dort den folgenden Befehl ein (oder Kopieren/Einfügen):

    netsh advfirewall firewall add rule name="YoutubeCDN" dir=in action=block remoteip=173.194.55.0/24,206.111.0.0/16 enable=yes
    Mit einer Bestätigung durch Enter werden nun die beiden IP-Adressbereiche in die Firewall eingetragen. Wenn alles geklappt hat, bestätigt Windows dies mit einem „Ok“. Nun wird der Eintrag auch in der Filterliste der Windows-Firewall angezeigt, sobald die entsprechende Oberfläche aufgerufen wird.

    cmd-youtube

    Dort ist es ebenfalls möglich, den Eintrag wieder zu entfernen. Alternativ kann man auch wieder auf die Kommandozeile zurückgreifen und folgenden Befehl eingeben:

    netsh advfirewall firewall delete rule name="YoutubeCDN"

  • Anleitung für Mac OS X:

  • Natürlich gibt es auch für Mac-Nutzer einen Weg, um die IP-Adressen zu blockieren. Im Gegensatz zu Windows und seiner Firewall ist hier eine Konfiguration im Terminal notwendig. Ruft das Terminal auf und gebt folgendes Kommando ein:

    sudo ipfw add 400 reject ip from 173.194.55.0/24 to any
    Nun bestätigt ihr mit Enter, gebt euer Admin-Kennwort ein und anschließend folgendes Kommando:

    sudo ipfw add 410 reject ip from 206.111.0.0/16 to any

Mittels sudo ipfw delete Regelnummer kann der Befehl auf Wunsch wieder gelöscht werden.

 

Weitere mögliche Ursachen und Lösungen:

  • Um Videos auf YouTube anzuschauen, sind die beiden Programme Adobe Flash Player und Java erforderlich, welche stets auf dem neuesten Stand sein sollten. Überprüft auch, ob die Add-Ons in eurem Browser aktiviert sind.
  • Das gleiche gilt natürlich auch für den Web-Browser. Schaut also nach, ob ihr die aktuellste Version installiert habt.
  • Optimierungssoftware wie beispielsweise TuneUp Utilities soll zwar die Performance des Rechners pimpen, kann jedoch bei den YouTube-Videos zu Problemen führen. Daher alle Tuning-Programme deaktivieren und erneut testen, ob die Videos nun geladen werden.
  • Weiterhin gibt es User, die der Meinung sind, dass Videos auf YoutTube besser laden, wenn sie im experimentellen HTML5-Standard anstatt mit Flash geöffnet werden. Die Benutzer raten daher dazu einen Browser zu verwenden, der mit HTML5 umgehen kann (was bei den aktuellen Browsern der Fall ist). Möchte man das Video mit HTML5 betrachten, so muss man lediglich &html5=1 in der URL an die Adresse anhängen. Hierfür kann man sich auf Wunsch auch ein Add-On herunterladen.

Habt ihr auch Erfahrungen mit dem Thema gemacht und weitere Lösungstipps auf Lager? Dann ab in die Kommentare damit! 🙂
 

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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3 Kommentare

  1. Hallo0 Nicole,

    ja mit diesem Thema habe auch ich schon Erfahrung gemacht und da muss ich sagen: dass hat absolut nichts mit irgendwelchen IPs zu tun.

    Nein, dass liegt an einem ganz anderen Problem: und zwar an eurem Browser-Webseiten-Cache!

    Erklräung was das Problem ist:Youtube sorgt regelmäßig für einen sogenannten Cache-Overflow! Der ist bei Firefox in den Einstellungen auf 350MB beschränkt.

    Dass heißt: um dieses Problem mit dem ruckelnden Flash zu lösen, macht ihr folgendes:

    ihr geht mal ganz fix in eure Firefox-Einstellungen rein und ändert in den Einstellungen mal folgendes ab:

    1. geht oben mal im Menü auf „Bearbeiten“ und dort im Kontextmenü auf “ Einstellungen“. Es öffnet sich das Einstellungsmenü.

    2. Dort wechselt ihr in den allerletzten Reiter „Erweitert“. Dort schaut ihr bitte mal nach, ob am Ende das Häckchen bei „Automatisches Cacke-Management“ gesetzt ist. Wenn ja: dann rausnehmen!! Denn dort ist der Webseiten-Chache auf maximal 350 MB beschränkt!!

    3. Dass heißt: dieses Häckchen rausnehmen und dann den Cache mal leeren gehen. Dazu seht ihr neben dieser vorgenannten Einstellungen den Button „jetzt leeren“. Dort mal draufklicken und diesen Webseiten-Cache leeren.

    Aber es kann noch eine weitere Ursache möglich sein: eine veraltete Browser-Version

    Um dass zu prüfen, geht ihr im Firefox in der Menüleiste mal auf „Hilfe“ und dort auf „über Firefox“. Dann kann es sein, dass der Updater automatisch anspringt, um euren Firefox zu aktualisieren.

    Ein drittes – mögliches – Problem ist eine veraltete Version des Flash-Players. Dazu mal gucken, welche Version ihr installiert habt.

    a) Für Windows-User geht es dann weiter auf der Adobe-Seite.

    b) Für Linux-User geht es in der Synaptic oder im jeweiligen Paket-Manager weiter. Dort gucken, ob ihr die aktuellste Version von dem Paket „flashplugin-installer“ installiert habt.

    Außerdem solten Linux-User mal ab und an auch den Terminal anwerfen und mit diesem Befehl:

    sudo apt-get update

    gucken, ob Updates vorhanden sind. An diesen Befehl schließt sich dann noch dieser Befehl an:

    sudo apt-get dist-upgrade

    Dass ebenfalls vollständig durchlaufen lassen.

  2. Darüber hinaus gibt es für Linux-User noch ein weiteres – mögliches Problem: der Firefox-Cache im versteckten Ordner ./cache ist absolut voll. Wie ihr dass Problem löst, erfahrt ihr hier:

    1.Öffnet euren jeweiligen File-manager (nautilus/Nemo/Thunar/Kfilemanager; ahängig von der jeweiligen Desktop-Oberfläche, die ihr installiert habt und von eurer Distro).

    2. Dort geht ihr oben in der Menüleiste mal auf „Ansicht“. Im Untermenü aktiviert ihr nun mal die Option „verborgene Dateien anzeigen“.

    3. Dann seht ihr mehrere verborgene Ordner in eurem Home-Verzeichnis. Hier wechseln wir in den verborgenen Ordner ./cache. Hier suchen wir nun den ebenfalls verborgenen Ordner mit dem Namen mozilla.

    4. Diesen Ordner mozilla öffnen wir. In diesem Ordner befindet sich ein Ordner mit dem Namen Firefox.

    5. auch diesen Ordner öffnen wir. Hier sehen wir nun den Ordner, den wir suchen. Dieser trägt eine Nummer und die Endung .default. Diesen Ordner öffnen wir ebenfalls.

    6. Hier finden wir einen Ordner mit Namen Chache. Diesen Ordner öffnen wir per Doppelklick. Und hier sehen wir nun die Ursache für euer Problen: jede Menge Datenmüll, den Firefox speichert. Diesen Müll müssen wir loswerden. Das heißt: wir gehen hier in diesem Ordner oben in die Menüleiste auf „Bearbeiten“ und dort im Kontext-Menü auf „alles auswählen“ und dann auf „löschen“. Damit wird dieser Müll gelöscht.

    Danach schließen wir diesen Ordner und kehren zurück in den Ordner mit dieser Endung .default.

    7. Hier sehen wir nun daneben einen weiteren Ordner mit der Bezeichnung Offline-Cache. Diesen per Doppelklick öffnen. Dort finden wir nun eine Datei mit dem Namen index.sqilte.

    8. diese Datei löschen wir ebenfalls und schließen diesen Ordner wieder. Damit kehren wir in den vorherigen Ordner zurück.

    9. dann sehen wir einen Ordner mit der Bezeichnung startup-Chache. Auch diesen Ordner öffnen wir per Doppelklick und sehen dort ein Paket. In meinem Fall hat es aktuell die Bezeichnung startupCache.8.little. Hier kann bei euch die Ziffer abweichend sein!!

    Auch dieses Paket müssen wir per Rechtsklick auf dieses Paket und auf löschen loswerden, weil es Datenmüll ist.

    Danach schließen wir diesen Ordner wieder.

    10. Dann sehen wir einen Ordner mit der Bezeichnung thumbnails. Auch diesen öffnen wir per Doppelklick. Dort finden wir nun etliche Bilder, die Firefox dort abgelegt hat. Ab und an kann es auch vorkommen, dass sich dort diese Ordner finden mit den Bezeichnungen: small, large, extra-large. Diesen ganzen kram, der in diesem Ordner liegt, markieren wir und löschen ihn ebenfalls.

    Danach schließen wir den Ordner ebenfalls wieder und kehren erneut in den Ordner mit der Endgung .default zurück.

    11. nun sehen wir in diesem Ordner eine Datei mit der Bezeichnung _cache_clean_

    Auch hierbei handelt es sich um Datenmüll, den wir loswerden müssen. Also: Rechtsklick auf diese Datei und dann auf „löschen“ klicken.

    12. nun schließen wir diesen Ordner mit der Bezeichnung .default und auch den verborgenen Ordner firefox, den ordner mozilla und den verborgenen Ordner .cache und kehr in euer Home-Verzeichnis zurück.

    Aber damit sind wir mit dieser Arbeit noch nicht vollständig fertig. Es wartet noch ein Schritt auf uns.

    13. sucht nun in eurem Home-Verzeichnis den Ordner .mozilla und öffnet diesen per Doppelklick.

    Denn hier geht unsere Arbeit weiter.

    14. Dort suchen wir nach folgendem Ordner: firefox und öffnen ihn.

    15. auch hier finden wir einen Ordner mit der Endung .default und öffnen diesen ebenfalls.

    16. dort löschen wir nun folgende Dateien:

    content-pref.sqlite

    cookies.sqlite

    downloads.sqlite

    formhistory.sqlite

    permissions.sqlite

    places.sqlite

    signons.sqlite

    Diese ganzen Dateien löschen wir!! Das ist Datenmüll, der wegmuss. Wen Dateien vorhanden sind mit den Bezeichungen sqlite-shm oder sqlite-wal, dann diese Dateien ebenfalls LÖSCHEN!!

    Dann suchen wir die Datei marionette.log und löschen diese ebenfalls. Denn diese Datei stufe ich inzwischen absolut als verdächtig ein, seit der NSA-Affäre.

    17. Nun sehen wir weiter oben in diesem Ordner den Ordner bookmarbackups. Diesen öffnen wir uns löschen auch dort sämtlichen Inhalt raus. Ordner dann schließen

    18. damit haben wir unsere Arbeit beendet und euer Problem sollte gelöst sein. Kehrt nun in euer Home-Verzeichnis zurück und schaltet über das Menü „Ansicht“ die Option „verborgene Dateien anzeigen“ wieder aus und schließt euren File-Manager.

    Damit sollte euer Problem behoben sein. Wenn ihr öfters Youtube guckt, dann solltet ihr diesen Weg öfters durchziehen und diesen ganzen Kram öfters löschen. Das hilft.

    Grüße
    Andrea

  3. Den Befehl ipfw gibt es ja bei Yosemite nicht mehr, und wenn ich ihn eingebe bekomme ich die Meldung „command not found“. Wie kann ich denn dann die Befehle im Terminal auführen?

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